Im Rahmen unserer BUSINESSART Spezialausgabe hat Claudia Wintersteiger, Partnerin bei Trainconsulting, drei Menschen zum Gespräch geladen, die Transformation aktiv leben:
Marie Ringler (Ashoka), Oliver Holle (Speedinvest) und Thomas Truttmann (Max Felchlin AG)
Sie sprechen über wirtschaftliche Spannungsfelder, die Kraft von Visionen und die Frage, was Führung in Zeiten multipler Krisen leisten muss.
Die Welt wird komplexer – was heißt das für Organisationen?

»Unsere Partner:innen am Ursprung des Kakaos produzieren in armen Ländern. Sie sind von globalen Destabilisierungen am stärksten betroffen«, sagt Thomas Truttmann. Für den CEO eines Schweizer Schokoladenunternehmens bedeutet das: langfristig denken, Verantwortung in der gesamten Wertschöpfungskette übernehmen – und Budgetprozesse abschaffen.
»Wir arbeiten mit einem rollierenden Forecast. Wir jagen nicht mehr einem Plan hinterher, der längst überholt ist«,
so Truttmann.
Oliver Holle beobachtet die Verschiebung von Kapitalflüssen und Talenten in der Start-up-Welt: »Niemand will aktuell in die USA. Das ist eigentlich cool. Denn wir brauchen diese positive Energie in Europa.« Für Holle ist klar: Das Venture-System steht vor einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel – weg vom reinen Wachstum, hin zur Wirkung.

Spannungsfelder erkennen – und aushalten

Viele Führungskräfte erleben einen Bruch zwischen beruflichem Auftrag und persönlichem Wertekompass. Wachstum wird gefordert – Nachhaltigkeit aber ebenso.
»Wir müssen über unsere gesellschaftliche Definition von Erfolg sprechen. Heute ist das ›Power, Position, Profit‹, statt ein Beitrag zu einem guten Leben für alle.«
bringt es Marie Ringler auf den Punkt.
Diese Ambivalenz zeigt sich auch in der Praxis. Holle berichtet: »Start-ups, die heute nicht mehr alle zwei Jahre wachsen, gelten als gescheitert. Dabei sind sie oft profitabel – aber sie passen nicht mehr in die Logik des Shareholder Value.«
Und was kann man tun?
Die drei Gesprächspartner:innen sind sich einig: Es braucht neue Antworten. Und vor allem: Räume für den Dialog.
»Gründerinnen, die nur senden – das wird nicht funktionieren. Gute Unternehmerinnen können zuhören«, sagt Holle.
»Wir brauchen Changemaker-Companies«, ergänzt Ringler, »die wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Beitrag zusammenbringen.«
Für Truttmann ist die Frage der Haltung entscheidend – und wie sie sich in konkreten Entscheidungen zeigt: »Selbstverständlich müssen auch wir Gewinn machen. Aber eben nicht kurzfristig.«
Ein Gespräch, das Mut macht
Drei Sektoren, drei Sichtweisen – und doch überraschend viele Gemeinsamkeiten. Was sie eint: ein zukunftsgerichtetes Verständnis von Führung und Organisation.

»Der Dialog ist der Anfang aller guten Lösungen«, fasst Claudia Wintersteiger das Gespräch zusammen.
Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Ringler, Holle und Truttmann: Zum Artikel in der BUSINESSART: Drei Perspektiven auf Wirtschaften in ungewissen Zeiten

Oder sehen Sie sich das Gespräch als Video an:
Weiterdenken? Weiterkommen.
Das Gespräch zeigt: Es braucht neue Formen von Führung, neue Narrative für Unternehmen – und die Bereitschaft, sich auf Unsicherheit einzulassen. Wenn Sie daran arbeiten, Ihre Organisation in unsicheren Zeiten zukunftsfähig auszurichten, steht Ihnen Claudia Wintersteiger, Transformationsexpertin und Partnerin bei Trainconsulting, gerne als Gesprächspartnerin zur Verfügung:
