Case Story

Changemaker:innen-Lehrgang für die Zukunft von Tirol

Wozu dieser Lehrgang? – Wirkung in komplexen Systemen

Die Ausbildung bringt Entscheider:innen und Umsetzer:innen aus Verwaltung, Gemeinden, Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammen – dort, wo Vorhaben Realität werden. Drei kompakte Module, Arbeit an den eigenen Fällen und Peer-Learning schaffen Orientierung, Umsetzungsenergie und ein belastbares Netzwerk. Wirkung zeigt sich auf zwei Ebenen:

➝ Handlungsfähigkeit: gemeinsames Wissen und Instrumente zur Gestaltung von Transformation, ein klarerer Blick auf Muster, tragfähige Kommunikations- und Beteiligungsformate und praxiserprobte Werkzeuge
➝ Vernetzung: die Schaffung einer Community von Menschen, die etwas bewegen wollen, sektorübergreifende Peer-Groups, gemeinsame Sprache, kurze Wege und damit höhere Umsetzungsgeschwindigkeit

»Wir brauchen Menschen, die nicht nur über gesellschaftlichen Wandel reden, sondern ihn auch aktiv mit ihren Organisationen gestalten. Der Lehrgang schafft genau dafür die nötigen Voraussetzungen – mit Tiefgang, Praxisbezug und Begeisterung.«

Andrä Stigger, Geschäftsführer des Klimabündnis Tirol und Absolvent des Lehrgangs

TIROL 2050 energieautonom ist die langfristige Strategie des Landes Tirol, die Energieabhängigkeit zu reduzieren und den Endenergiebedarf bis 2050 weitgehend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Getrieben von der Energieagentur Tirol verbindet die Initiative technische Transformationspfade (z. B. Gebäudesanierung, erneuerbare Wärme, Mobilitätswende) mit gesellschaftlichen und organisatorischen Veränderungen in Gemeinden, Unternehmen und Institutionen. Ohne Kompetenzen für Zusammenarbeit, Beteiligung und wirksame Entscheidungsprozesse bleibt das Potenzial ungenutzt – genau hier setzt der Changemaker*innen-Lehrgang an.

Für wen ist das Programm gedacht? 

Adressiert sind Personen, die in den Themenfeldern Klimaschutz, Energiewende und Nachhaltigkeit Verantwortung tragen – in landesnahen Organisationen, in Verwaltung und Politik, in Regionen (KEM, KLAR, LEADER, TVBs) sowie in Unternehmen. Ziel ist, Menschen in Verantwortung zu befähigen und ein Changemaker-Netzwerk zu stärken, das den Transformationsprozess Richtung TIROL 2050 beschleunigt.


Lernziele – was Teilnehmende mitnehmen

➝ komplexe Veränderungen initiieren und begleiten
➝ Entwicklungen und Muster im Ökosystem erkennen
➝ Themen in Verantwortung bringen und Entscheidungen tragfähig gestalten
➝ Haltungen und Prinzipien nachhaltiger Transformation verstehen
➝ Architekturen, Roadmaps und Designs für Veränderung entwickeln
➝ wirkungsvolle Kommunikations- und Beteiligungsformen gestalten
➝ systemisches Wissen und eine Toolbox ausbauen, um in Komplexität handlungsfähig zu bleiben

Aufbau – drei Module, Peer-Groups und Transfer

Das Curriculum ist kompakt, praxisnah und auf Wirksamkeit im Alltag ausgelegt: drei Präsenzmodule plus Community-Follow-up. dazwischen selbstorganisierte Stammtische und Vernetzungstreffen

Modul 1 – Veränderung verstehen, Rolle klären
➝ Contracting, Anlässe und Arten von Veränderung, Auftrag- und Zielklärung
➝ Kommunikation & Organisation, Haltung und Rolle im Change
➝ Umgang mit Emotionen und Widerständen und wirksame Change-Kommunikation➝ Start der Methoden-Box, erste Arbeit am eigenen Fall

Modul 2 – Muster erkennen, die Reise designen

➝ Organisationsmuster lesen, bewusste Interventionen, Selbstführung in Rollen
➝ Designs, Architekturen und Roadmaps entwickeln
➝ Vertiefte Fallarbeit, Ausbau der Methoden-Box

Modul 3 – Verstetigen und Wirkung sichern
➝ Die Nachhaltigkeit der Veränderung sichern, »keep the fire burning«
➝ Positive Energie bewusst nutzen, Ressourcenorientierte Ansätze im Change Management
➝ Umgang mit Macht und Selbstermächtigung➝ Lernsicherung, Transferplanung, eigene Toolbox festigen

Follow-up der Community
➝ Wirksamkeits-Check, Lernen sichern und feiern, Vernetzung für Community-Themen

Lernkonzept – Experience Learning mit digitaler Begleitung

Gearbeitet wird mit kurzen Inputs, Reflexion und unmittelbarer Anwendung am eigenen Fall. Supervidierte Fallarbeit wechselt mit Selbststudium. Fixe Peer-Groups bilden den stabilen Lern- und Umsetzungsraum zwischen den Modulen und sichern den Transfer. Unterlagen, Live-Protokolle und vertiefende Materialien sind über eine digitale Lernplattform verfügbar. Verantwortung und Ownership für das Lernen liegen bewusst bei den Teilnehmenden.

Warum Trainconsulting?

Systemische Praxis seit über 40 Jahren: Trainconsulting vereint langjährige Organisationserfahrung mit systemischer Expertise. In eigenen Programmen lernen Führungskräfte unserer Kunden, Veränderung in komplexen Kontexten wirksam zu gestalten – mit Fokus auf Umsetzungsfähigkeit im Alltag. Diese Erfahrung fließt in den Changemaker:innen-Lehrgang ein und macht ihn zu einem Hebel, damit TIROL 2050 nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch gelingen kann.

Ergebnis – Veränderung beginnt im Miteinander

Der Lehrgang schafft gemeinsame Sprache über Silos hinweg, professionalisiert Beteiligung und Entscheidungsdesign und stärkt Ownership. Aus strategischen Zielen wird gelebte Praxis – getragen von Menschen, die Verantwortung übernehmen und einander über Organisationsgrenzen hinweg unterstützen.

Genau das braucht TIROL 2050 energieautonom: Zusammenarbeit, die wirkt.

Portrait von Johannes Köpl vor einem Flipchart

Johannes Köpl

Begleitung von Veränderungsprozessen, Training und Beratung zu Fragen des interkulturellen Managements, Organisationskulturanalysen und Beratung zu organisationskulturellen Fragen, Trainings im Rahmen von Qualifizierungsprogrammen, Beratung in den Bereichen strategisches Personalmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung, Begleitung von Teamentwicklungsprozessen

j.koepl@trainconsulting.eu
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