Systemicum 2020: Systemisch WEITER denken

Wir haben es versprochen: Die Resonanz auf unser „Systemicum“ im Herbst 2018 anlässlich unseres 30. Firmengeburtstags war so groß und positiv, dass es weiter gehen muss.

„Weiter“ ist auch das Stichwort unseres Systemicums: Systemisch WEITER denken bedeutet für uns zweierlei:

  • Zeitlich weiter: Wir bleiben dran, wir schauen in die Zukunft, weiter nach vorne.
  • Räumlich weiter: Wir schauen über den Tellerrand unserer Arbeit – Beratung von Organisationen – in die Gesellschaft, die sich verändert, und wir mit ihr.

Wir freuen uns, Sie beim 2. Wiener Systemicum zu begrüßen!


Was uns antreibt

Als systemisches Beratungsunternehmen sind wir dankbar für den Erfolg, den wir hatten und haben. Wir sind seit drei Jahrzehnten tätig, durften unterschiedliche Organisationen begleiten und dabei viel lernen, uns entwickeln und wachsen. Wir haben viel Expertise aufgebaut, und jetzt wollen wir einiges davon zurückgeben: Wir sind ExpertInnen für Change-Management, Führung und Kommunikation in Organisationen. Dieses Know-how bieten wir an. Wir bieten es „der Gesellschaft“ an, die in einem dramatischen Wandel ist, der uns alle betrifft.

Als systemische BeraterInnen sind wir in unserer Rolle der professionellen Distanz und der Allparteilichkeit verpflichtet. Wir stehen daher immer außerhalb, in einer Beobachtungsposition.

Trainconsulting ist nicht nur ein Beratungs-Unternehmen, uns beschäftigen auch die Fragen des gesellschaftlichen Wandels, der Entwicklungen, die wir beobachten und die sowohl unsere Beratungsarbeit als auch unser Leben in der Gesellschaft beeinflussen. Dazu haben wir teilweise gemeinsame Bilder.

Als BeraterInnen haben wir es zumeist mit Organisationen – Unternehmen, Institutionen, Non-Profits – und der Frage zu tun, wie diese Organisationen auf die Veränderungen der Gesellschaft reagieren sollen: Wie umgehen mit Globalisierung, Digitalisierung, Automatisierung, mit sich verändernden Werthaltungen der „Generation Y“ , dem Druck, Frauen und Männer gleich zu behandeln oder sich der Verantwortung für die Gesellschaft rundherum bewusst zu sein. Wir begleiten Organisationen bei der Aufgabe, zukunfts- und „planetenfähige“ Lösungen zu und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Als Bürger und Bürgerinnen stehen wir auf der anderen Seite: Wir sind Teil der Umwelt von Organisationen, Teil der Gesellschaft, Individuen mit unserem persönlichen Werthaltungen und als solche sind wir mitverantwortlich für das gemeinsame Ganze.


Unser Angebot: Kommunikationsräume

Aus systemischer Sicht ist eine Gesellschaft, die sich als solche definiert, ein soziales – also ein Kommunikationssystem, das durch Kommunikation seiner Mitglieder überhaupt erst eine „Gesellschaft“ wird. In einer globalisierten Weltgesellschaft, wie wir sie derzeit erleben, ist die Natur unsere nächste und wichtigste Umwelt geworden. Früher waren das eher andere Gesellschaften.

Wenn „Gesellschaft“ also über Kommunikation entsteht und sich über Kommunikation entwickelt, dann ist das für uns der wichtigste Teil des gesellschaftlichen Wandels: wie verändert sich Kommunikation, wie können wir Kommunikation (wieder) entwickeln? Aber noch wichtiger: wo und wie können wir uns über diese Fragen der Kommunikation und der Gesellschaft austauschen?

Unser Befund über den Wandel der Gesellschaft konzentriert sich zunehmend darauf, dass wir Räume für Kommunikation brauchen. Digitalisierte Kommunikation ist eine Scheinkommunikation, so wie „Friends“ eben keine Freunde sind, und „Likes“ nicht bedeuten, dass uns jemand mag.

Mit dem Systemicum möchten wir einen Raum eröffnen und offenhalten, der als Rahmen für persönliche, direkte und kontroversielle Kommunikation dient. Wir wollen Menschen zusammenbringen, die sonst nicht zusammenkommen. Wir wollen über die großen Fragen sprechen, für die wir im Stress des Alltags keine Zeit finden. Und wir wollen in dieser Zeit des Umbruchs unsere Aufmerksamkeit auf jene Phänomene legen, die uns Mut, Zuversicht und gute Energie geben.

Aber was meinen wir mit „gut“?


"Alles, was gesagt wird, wird von jemandem gesagt"

Humberto Maturana

Wenn wir aus unserer BeraterInnen-Rolle schlüpfen und zu „Mitgliedern der Gesellschaft“, also zu „Privatpersonen“ werden, dann sollten wir wissen, welche Werte und Prinzipien unser Denken und Handeln leiten, wofür wir stehen, und wie wir die Entwicklungen in der Gesellschaft bewerten.

Wir stehen für:

  • Demokratie: möglichst „radikal“ (Chantal Mouffe) – als einer Form des öffentlichen Diskurses
  • Menschlichkeit: ebenfalls möglichst „radikal“ (Paul Mason) – beginnend bei dem Wert der Menschenrechte bis hin zur Entscheidung zwischen „Geld oder Leben“ für das Leben
  • Nachhaltigkeit bedeutet ursprünglich: bei großen Entscheidungen ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte gleichzeitig zu beachten; es bedeutet, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen
  • Balance: zwischen Vernunft und Gefühl, dem Individuum und der Gemeinschaft, Freiheit und Grenzen

Diese Werte sehen wir derzeit bedroht. Für sie wollen wir uns stark machen. Insofern betrachten wir das Systemicum als eine „Intervention“ mit dem Ziel,

  • Demokratie zu stärken, sie robust gegen ihre Aushöhlung und Verwässerung, gegen Missbrauch und Zerstörung zu machen
  • Menschlichkeit, Humanität für alle Menschen zu stärken und gegen eine Trennung einer Humanität „für uns“ "gegen die anderen“ aufzutreten
  • Nachhaltigkeit und damit Verantwortung als Grundlage für unsere Entscheidungen ins Bewusstsein (zurück-) zu bringen
  • Einen Beitrag zu leisten, damit eine aus dem Gleichgewicht geratene Gesellschaft wieder ins Lot kommen kann

Was wir vorhaben

Das Systemicum 2020 wird sich dem großen Thema „Gesellschaftlicher Wandel“ widmen. Wir werden ExpertInnen, PraktikerInnen und AktivistInnen zu Wort kommen lassen, um anhand von vier großen Themen diesen gesellschaftlichen Wandel zu beleuchten:

  • Arbeit
  • Organisation
  • Führung
  • Kultur und Identität

Inputs, Podiumsdiskussionen und Workshops geben Gelegenheit für Austausch, Nachdenken und Inspiration.

Am 19. März 2019, von 9.30 bis 19.00 Uhr, mit anschließendem Fest

Wo: In der Ankerbrotfabrik

Wen wir ansprechen wollen

Das Systemicum ist ein Forum für Menschen, die zum einen an Fragen der gesellschaftlichen Entwicklungen interessiert sind, die zum anderen aber auch die Begegnung und den Dialog mit Menschen suchen, denen man nicht täglich begegnet: Führungskräfte, BeraterInnen , WissenschaftlerInnen und ExpertInnen, gesellschaftspolitische AktivistInnen, VertreterInnen von NGOs und Wirtschaftsunternehmen.

Mehr dazu unter www.systemicum.eu.

Ruth Seliger

Ruth Seliger

Geschäftsführende Gesellschafterin von trainconsulting, systemische Beraterin für umfassende Veränderungsvorhaben in Organisationen und Entwicklung von Führung, Mitglied der ÖGGO
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